Lexikon Klettern Bouldern

Lexikon – Klettern – Bouldern

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Lexikon Klettern Bouldern:

A

Abbauen

Das Material nach dem Klettern aus einer Route entfernen.

 

  Abgespeckt

Die Glättung von Griffen und Tritten. Kann durch Handschweiß, mechanischen Abrieb (Kalkfels), übermäßiges Chalken (Sandstein, Granit) und Gummiabrieb der Kletterschuhe verursacht werden.

 

  Ablassen

Das Herunterlassen des Kletterpartners zum Boden. Vorsicht: immer einen Knoten ins Seilende machen, damit das Seil nicht durch das Sicherungsgerät rutscht und der Partner sicher am Boden ankommt!

 

  Abseilen

Der Abstieg an einem fixierten Seil mithilfe einer Seilbremse (z.B. Abseilachter). Vorsicht: Knoten ins Seilende machen, damit das Seil nicht durchrutscht; Ist die Seillänge ausreichend?

 

  Absprunggelände

Das Gelände, nach einem Sturz beim Bouldern oder zu Beginn einer Kletterroute evtl. fallen wird. Je nach Untergrund (Geröll, Felsbrocken…) birgt ein Sturz große Verletzungsgefahr.

 

  abwerten  – aufwerten

Nachdem ein Erstbegeher die Kletterroute bewertet hat, kann die Route von nachfolgenden Kletterern schwerer oder leichter wahrgenommen werden. Routen werden dann z.T. in ihrer Schwierigkeit auf oder abgewertet.

 

  Achter/Abseilacht

Die Abseilacht ist ein Abseil- und Sicherungsgerät, das die Form einer 8 (mit einer großen und einer kleine Öse) hat.

 

  Achterknoten

Ist DER Anseilknoten, da er leicht zu erlernen und gut zu erkenn ist. Nach einem Sturz zieht er sich allerdings so fest, dass er oftmals nur schwer zu lösen ist. Als leicht zu lösende Alternative gibt es den doppelten Bulin.

 

  Adam Ondra

Adam Ondra (geb. 1993) gilt als der momentan beste Sportkletterer der Welt. Als erster hat er eine Route im Schwierigkeitsgrad 9c (Silence) geklettert, die vermutlich schwerste Route der Welt, welche noch von keinem anderen Kletterer wiederholt werden konnte.

 

  a.f.

Bedeutet alles frei und ist ein Begehungsstil beim Freiklettern. Alle Kletterstellen werden frei geklettert, d.h. nur mit dem, was der Fels hergibt. An Zwischensicherungen (Haken, Schlingen) darf Pause gemacht werden. Danach gehts ab der letzten frei gekletterten Stelle weiter. Heute wird dieser Begehungsstil zumeist nur noch als Vorbereitung für andere Begehungsstile genutzt.

 

Ägypter, ägyptern

Ist eine Klettertechnik, bei der das auf dem höheren Tritt stehenden Beines nach innen und unten verdreht um die Hände zu entlasten und den Körper zu stabilisieren.

 

Alex Honnold

Der 1985 geborene US-Amerikaner ist der wohl bekannteste Vertreter des Free Solo Kletterns. Weltweite Berühmtheit erlangte er durch seine Free Solo Begehung der Route Freerider im Yosemite Valley Nationalpark.

 

Alexander Megos

Alex Megos (geb. 1993) gilt als einer der besten Sportkletterer Deutschlands. Er hat zahlreiche Wettkampfsiege, Erstbegehungen und Wiederholungen schwerer Sportkletterrouten und Boulder vorzuweisen.  

 

Allez!

„Allez!“ ist französisch, bedeutet soviel wie „Auf geht’s!“ und wird beim Klettern zum Anfeuern und Motivieren benutzt.

 

Alpines (Sport-) Klettern

Mehrseillängen in alpinem Gelände. Es gibt Bohrhaken und die zusätzliche Möglichkeit mobile Absicherungen anzubringen. Auch die Standplätze sind häufig nach modernen Standards eingebohrt. Achtung hier besteht immer die Gefahr von Steinschlag und Wettersturz.

 

ATC

Bedeutet Air Traffic Controller und ist ein Sicherungsgerät, das zur Gruppe der Tubes gehört.

 

Aufleger

Ist eine Griffform, bei der es nicht wirklich was zum Greifen gibt, sondern die Hände nur auf eine Struktur darauf gepresst werden. Das ganze hält dann durch Reibungskraft.

 

aufschießen, aufnehmen

Ist eine Technik bei der ein Seil ohne Krangel zu erzeugen zu einer Puppe aufgenommen/aufgewickelt wird.

 

Aufwärmen

Ist immer wichtig. Leichtes Klettern und Dehnübungen werden genutzt um die Muskeln, Sehnen und Bänder aufzuwärmen und auf die Belastung beim Klettern vorzubereiten.

 

auschecken

Schwierige Stellen in einer Kletterroute werden immer wieder ausprobiert, um die Bewegungsabfolge zu verinnerlichen.


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B

Ball-Lock-Verschluss

Der Ball-Lock-Verschluss gilt als einer der Sichersten Verschlüsse für Karabiner, dafür ist die Bedienung nicht ganz so einfach. In der Verschlusshülse befindet sich eine kleine Kugel, die zuerst in den Schnapper gedrückt werden muss, damit die Hülse aufgedreht und der Karabiner geöffnet werden kann.

 

Begehungsstil

Meint die verschiedenen Arten für Begehungen von Routen (v.a. beim Freiklettern). Begehungsstile sind z.B. on sight, flash, freesolo, rotkreis, rotpunkt, oder yo-yoing,

 

Bigwall

Sind besonders hohe Wände mit vielen Mehrseillängen. Um die Wand bis nach ganz oben zu klettern bedarf es oftmals mehrere Tage.

 

Blockieren

Griffe werden blockiert, indem der Arm in einer angewinkelten Position fixiert wird.

 

Bohrhaken

Bohrhaken werden in gebohrten Löchern im Fels verankert  und dienen als Zwischen- oder Standplatzsicherungen. Durch das Einkleben oder Zementieren der Bohrhaken bieten diese große Sicherheit.

 

Bolt

Ist der englische Begriff für Bohrhaken.

 

Bouldermatte

siehe Crashpad

 

Bouldern

Ist eine Arte des Kletterns beid er ohne Sicherung an Felsblöcken in Absprunghöhe geklettert wird. Um die Verletzungsgefahr bei einem Sturz zu minimieren wird der Boden unter dem Boulder mit Crashpads/Bouldermatten ausgelegt.

 

Bremshand

Ist die Hand des Sicherers, die sich hinter dem Sicherungsgerät befindet und das Seil abbremst, damit dieses nicht unkontrolliert durch das Sicherungsgerät rutscht. Es muss immer eine Hand am Seil sein!!!

 

Bruchlast

Ist die maximale Belastbarkeit eines Materials bis zum Versagen (in kN). Bruchlastwerte müssen bei allen sicherheitsrelevanten Ausrüstungsgegenständen angegeben sein.  

 

Brustgurt

Ist eine Ergänzung zum Hüftgurt und verhindert das Abkippen des Oberkörpers nach hinten.

 

Bühlerhaken

Erstmals im Frankenjura eingesetzter, einzementierter Bohrhaken für Zwischensicherungen.

 

buildering, urban climbing

Beschreibt das Klettern an Gebäuden.

 

Bürste

Sollte man immer zum Putzen von Griffen oder Tritten dabei haben.

 

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C

Campusboard

Von Wolfgang Güllich erfundenes Trainingsgerät bestehend aus einer Holzplatte und mehreren Leisten unterschiedlicher Breite. Nur für fortgeschrittene Kletterer (mind. 2 Jahre regelmäßiges Klettern) zu empfehlen!

  cams

Abkürzung für Camalots (englisch für Klemmgeräte).

  CE

=Communauté européenne. Die CE Kennzeichnung ist eine Konformitätserklärung des Herstellers oder Vertreibers, daß alle für das Produkt geltenden Normen (wie z.B. DIN, EN, ISO) eingehalten wurden.

  Chalk

Auch Magnesium oder Magnesia genannt. Das weiße Pulver (bestehend aus Magnesiumkarbonat) wird benutzt um die Hände trocken zu halten und damit mehr Reibung am Fels/Kunstgriff zu gewärleisten.

  Chalkbag

Kleiner Beutel der als Vorratsbehälter für Chalk am Klettergurt befestigt wird.  

Chalkball

Ein kleiner Ball, mit Chalk gefüllt. Er soll helfen den Chalkvebrauch zu minimieren.  

Chris Sharma

1981 geborener Profi-Kletterer aus den USA. Er gilt als einer der besten Sportkletterer der Welt, da der viele der schwierigsten Routen der Welt erstbegangen oder wiederholt hat.

  Cleanclimbing

Bei dieser puristischen Form des Kletterns werden zur Sicherung nur Klemmkeile und Schlingen benutzt und keine Haken oder Bohrhaken. Dadurch werden wenige bis keine Spuren am Fels hinterlassen = clean.

  cliff

siehe skyhook

  clippen

Das Seil in eine Zwischensicherung einhängen.

  Clipstick

Lange Stange, mit welcher die Expresse vor dem Klettern bereits in den ersten Haken eingehängt werden kann. Es gibt sie als Teleskopstangen zu kaufen oder alternativ können sie aus einem Holzstock und etwas Tape selbst improvisiert werden.

  Crashpad

Flexibel einsetzbare gepolsterte Matte, welche beim Bouldern genutzt wird um Verletzungen beim Abspringen oder Fallen zu minimieren.

  Crux

= Schlüsselstelle: im Kletterjargon benutzt um die schwierigste Stelle einer Kletterroute zu beschreiben.

 

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D

Dach

Das Dach ist ein horizontal aus der Wand ragender Felsabschnitt. Vor allem in höheren Schwierigkeitsgraden anzufinden.

  David Lama

David Lama (geb. 1990) gilt als Ausnahmetalent im Klettern. Neben zahlreichen Erfolgen bei Wettkämpfen ist er besonders für das Deep Water Solo-Klettern und alpine Expeditionen bekannt.

  deadpointen

Eine Bewegungstechnik (vor allem bei dynamischen Boulderbewegungen): Fixierung eines Griffs am Scheitelpunkt einer dynamischen Aufwärtsbewegung (Gefühl der kurzen Schwerelosigkeit).

  Dean Potter

Dean Potter (1972-2015) war einer der bekanntesten Speed- und Free Solo Kletterer der Welt. Er verstarb 2015 beim Base-Jumping.

  Deep water soloing

Auch Psicobloc genannt. Ungesichertes Klettern über Wasser, welches tief genug ist um einen Sturz unbeschadet zu überstehen.

  Double-Dyno

eine Bewegungstechnik, welche vor allem beim Bouldern vorkommt. Dabei wird gleichzeitig mit beiden Händen weiter gegriffen (oft in Verbindung mit einem Sprung). Manche Boulder bestehen ausschließlich aus einer einzigen double-dyno-Bewegung.

Dynamisches Sichern

Eine dosierte Verzögerung des Bremsvorgangs um ein möglichst “weiches Fallen” für den Kletterer zu gewährleisten. Gut möglich mit dynamischen Sicherungsgeräten wie Tube, Achter etc. Bei Halbautomaten (z.B. GriGri) kaum bis gar nicht möglich.  

 

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E

Eindrehen

Bewegungstechnik, bei der die Hüfte im rechten Winkel zur Wand gedreht wird. Dadurch wird die Reichweite erhöht.

  Einfachseil

Kletterseil, welches für den Gebrauch in einem Strang zugelassen ist. Häufigster Seiltyp beim Sportklettern. siehe auch Halbseil, Zwillingsseil

en libre

Französischer Bezeichnung für pinkpoint.

  Erstbegehung

Der erste Durchstieg einer neuen Kletterroute. Der Erstbegeher darf der Route einen Namen geben und einen Vorschlag für die Schwierigkeit der Route abgeben. Die Schwierigkeit wird von weiteren Kletterern bestätigt oder nach oben/unten korrigiert.

  Expressschlinge/Expresse/Exxe

Eine kurze Bandschlinge mit zwei Karabinern zum Einhängen des Seils in Zwischensicherungen.

 

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F

Fangstoß

Der Fangstoß ist die auf den Kletterer einwirkende Bremskraft bei einem Sturz. Je höher der Fangstoß desto “härter” der Sturz.

  Figure of four

Ursprünglich aus dem Eisklettern stammende Technik welche im Überhang genutzt werden kann um die Reichweite zu vergrößern und fehlende Tritte zu kompensieren. Das, dem Haltearm entgegengesetzte Bein wird dabei in die Beuge des Haltearmes eingehängt.

Nur für fortgeschrittene Kletterer mit guter Körperspannung und Beinbeweglichkeit zu empfehlen.

  Fingerloch

Vor allem bei Kalkfelsen häufige Griffstruktur, welche aus lochartigen Vertiefungen in der Felsstruktur bestehen. Größe und Form der Fingerlöcher geben die Schwierigkeit einer Route vor.

  Fixpunktsicherung

Hierbei ist das Sicherungsgerät an einem Fixpunkt (und nicht am Klettergurt) angebracht, auf den im Sturzfall die Belastung wirkt. Typischerweise benutzt bei Mehrseillängen. Es sollte möglichst immer eine redundante Absicherung durch eine Zentralpunktsicherung erfolgen.

  Fixseil

Ein Fixseil ist ein fest an der Wand verankertes Seil. Im Unterschied zu den anderen Sicherungsmethoden bewegt sich der Kletter nicht mit dem Seil, sondern an ihm entlang.

  flash

Freie Begehung einer Route im ersten Versuch. Zur Vorbereitung sind nur mündliche Tips, Fotos, Videos oder Beobachtungen von anderen Kletterern in der Route erlaubt. Auch Zurufe von anderen Kletterern während der Begehung sind erlaubt.

  Fontainebleau

Das Bouldergebiet im Foret de Fontainebleau (südlich von Paris) gilt als das älteste Bouldergebiet Europas. Über 25.000 Boulder wurden bisher an den Sandsteinfelsen erschlossen.

  Frankenjura

Das Frankenjura ist mit über 10.000 Sportkletterrouten das größte Klettergebiet Deutschlands. Die Routen an den Kalksteinfelsen sind größtenteils relativ kurz und verlangen ein hohes Maß an Fingerkraft und Athletik.

  Free Base

Seltene, extreme Form des Kletterns bei der im Falle eines Sturzes ein Fallschirm den Kletterer vor Verletzungen schützen soll.

Free Solo

Durchstieg einer Kletterroute nur mit Kletterschuhen und Chalkbag. Im Falle eines Sturzes schützt keine Sicherung den Kletterer vor Verletzungen.

  Freiklettern

Auch Freeclimbing genannt. Felsklettern mit ausschließlicher Nutzung der natürlichen Gegebenheiten der Felsoberfläche. Sicherungsmittel werden nur zur Sicherung mitgeführt und während des Freikletterns nicht belastet.

  Friend

Aktives Klemmgerät als Zwischen- oder Standplatzsicherung in Rissen. Durch seine beweglichen Segmente paßt sich ein Friend der Rissform etwas an und hält auch in absolut parallelen Rissen.

  Frosch

Eine Ruheposition mit dem Körper frontal zur Wand und den Beinen in Hockstellung.

 

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G

Gaston

Griff auf Schulter nehmen, mit Daumen nach unten.

  gear

Englischer Oberbegriff für Klettermaterial.

  Genussklettern

Auch Plaisierklettern genannt. Felsklettern ohne objektive Gefahren (wie z.B: Steinschlag) auf Routen mit guter Absicherung und bei möglichst gutem Wetter. Einer der häufigsten Formen des Kletterns vor allem bei Kletterreisen.

  Grat

Felsrücken, welcher zu beiden Seiten mehr oder weniger steil abfällt. Bei hoher Steilheit spricht man von einer Kante.

  Griff

Jedwede Felsstruktur, die sich zum Festhalten eignet. Es existieren Aufleger, Leisten, Sloper, Zangen, Unter-, Seitgriffe und alle möglichen Varianten dazwischen.

  Grigri

Halbautomatisches Sicherungsgerät. Gilt als eines der besten Sicherungsgeräte da die Toleranz für menschliches Versagen größer ist als bei dynamischen Sicherungsgeräten. Zum optimalen Bedienen braucht es allerdings etwas mehr Übung.

  Grounder

Unangenehmer Sturz mit Bodenkontakt. Weite Hakenabstände, Unachtsamkeit des Sicherers oder zu viel ausgegebenes Seil erhöhen die Gefahr für Grounder.

 

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H

Haken

In die Felswand geschlagene, gebohrte oder geklebte Haken ermöglichen ein sicheres Felsklettern durch klippen von Expressen.

 

Halbseil

Das Halbseil wird im Doppelstrang genutzt und bietet in der Regel größere Sicherheitsreerven als ein Einfachseil. Im Sportklettern deutlich seltener genutzt als Einfachseile.

 

hangeln

Eine Klettertechnik, bei der nur die Hände Kontakt zur Wand haben und die Füße in der Luft baumeln.

 

Hängetrauma

Ein Hängetrauma entsteht durch längeres bewegungsloses Hängen, z.B. in einem Gurtsystem. Hierbei kann es zu einem Schockzustand kommen wenn sich vermehrt Blut in den herabhängenden Körperteilen ansammelt.

Symptome treten ca. nach 20 min auf und können z.B. Blässe, Schwitzen, Kurzatmigkeit, Sehstörungen, Schwindel, Übelkeit, Blutdruckabfall und/oder Taubheit der hängenden Beine sein.

 

Heelhook

mit der Ferse (heel) an einem Griff/einer Wandstruktur einhaken (hook).

 

Helm

Schützt bei Steinschlaggefahr und vor Anpralltraumata bei Stürzen. Wichtig ist es CE-zertifizierte Kletterhelme und nicht Fahrradhelme o.Ä zu benutzen.

 

Henkel

Ein großer Griff der leicht zu halten ist. Ideal zum ausruhen..

 

Highball

Hohes Boulderproblem mit großem Verletzungsrisiko bei einem Sturz. Der Übergang zum Free Solo ist fließend.

 

HMS

Abkürzung für HalbMastwurf-Sicherung. Ein Sicherungsknoten, für welchen nur ein sogenannter HMS-Karabiner (und kein weiteres Sicherungsgerät) benötigt wird

 

Hüftgurt

Anderes Wort für Klettergurt. Es gibt auch Komplettgurte (Hüftgurt + Schultergurt), welche  oft bei Kleinkindern eingesetzt werden.

 

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I

IFSC

Abkürzung für „International Federation of Sport Climbing“. Der internationale Dachverband des Wettkampf- und Sportkletterns.

 

Indoor

engl. für drinnen: in der Kletterhalle.

 

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J

Jul/Megajul

Sicherungsgerät

 

Jump

engl. für Sprung. Bei einem Jump wird der nächste Griff angesprungen. Man hat also kurzzeitig keinen Körperkontakt mit der Wand.

 

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K

Kamin

Ein Felsspalt welcher breit genug ist um mit dem gesamten Körper hineinzupassen. Übliche Techniken sind Spreizen, Stemmen und Schieben. Schmale Spalten welche nur Raum für die Extremitäten bieten werden gemeinhin als Riss bezeichnet.

 

Kante

Steiler bis überhängender Grat. Kanten sind häufig bei Granit- und Basaltgestein anzufinden.

 

Karabiner

Vor allem zur Sicherung benutzte Aluminiumösen mit Öffnungs-/Schließmechanismus. Zum Klettern ausschließlich CE-zertifizierte kletterkarabiner benutzen!

 

Klebehaken

Bohrhaken, welche mit Mehrkomponentenkleber in ein Bohrloch eingeklebt werden. In weicheren Felsarten wie Sandstein und Kalk die einzige Art sicherer Verankerung.

 

Klemmer

Im Gegensatz zum Greifen werden beim Klemmen Finger/Hände/Füße oder der ganze Körper (im Kamin) am Fels verklemmt. Oft unangenehm bis schmerzhaft.

 

Klemmgerät

Als Klemmgeräte werden aktive, d.h. bewegliche, sich der Felsform anpassende Klemmkeile wie z.B. Friends bezeichnet.

 

Klemmkeil

Mobile, d.h. wieder entfernbare Sicherungsmittel, die in Rissen oder in Löchern gelegt werden können.

 

Klemmkeilentferner

Kleines Hilfsmittel zur Entfernung völlig verklemmter Keile.

 

Klettergarten

Zum Klettern freigegebene natürliche Felsgebiete in den Mittelgebirgen mit geringer Wandhöhe und meist guter bis passabler Absicherung. Bekannte Klettergärten in Deutschland sind (von Norden nach Süden): Harz, Ith, Nordeifel,  Ettringen, Pfalz, Elbsandstein, Frankenjura, und schwäbische Alb.

 

Kletterhalle

Künstliche Kletterwände zur Erhaltung der körperlichen Fitness im Winter, als Austragungsort für Wettkämpfe, für kletterbegeisterte Freizeitsportler… In Deutschland existieren über 400 Kletterhallen.

 

Klettertechnik

Oftmals ist ein Mangel hiervon der eigentliche Grund bei einem fehlgeschlagenen Durchstiegsversuch (und nicht “zu wenig Kraft”). Unter Klettertechnik werden alle Bewegungstechniken verstanden welche beim Sportklettern gemeinhin eingesetzt werden.

 

Körpersicherung

Körpersicherung bedeutet, dass der Sichernde sein Sicherungsgerät direkt am Gurt befestigt hat. Sie ermöglicht eine sehr dynamische Sicherung (im Gegensatz zur Fixpunktsicherung).

 

Körperspannung

Willkürliche Kontraktion der Rumpfmuskulatur. Vor allem in überhängenden Kletterpassagen notwendig um Druck auf die Füße zu bekommen.

 

Krangel

Nervige Verdrehung des Kletterseils um seine Längsachse.

 

Kreuzzug

Bedeutet, dass die linke Hand einen Griff rechts der rechten Hand greift (oder umgekehrt). Das Verb dazu lautet “kreuzen”. Auch mit den Füßen kann gekreuzt werden.

 

  Kurt Albert

Kurt Albert (1954-2010) war eine Kletterlegende welcher den Begriff Rotpunktklettern eingeführt hat. Gemeinsam mit Wolfgang Güllich prägte Kurt Albert in den 80er Jahren das Klettern im Frankenjura und der ganzen Welt.

 

  Kurzprusik

Ein Klemmknoten welcher einer höhere Sicherheit beim Abseilen dient.

 

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L

Leiste

Griffform, welche nur sehr wenig Auflagefläche (Zentimeter bis Millimeter) für die Finger bietet.

 

Legen

Legen bedeutet einen Klemmkeil bzw. ein Klemmgerät in einem Riss zu verankern.

 

Liegestart

Ein Boulder, der im Liegen begonnen wird. Häufiger ist der Sitzstart.

 

Linie

eine potentielle  Kletterroute in einer Felswand, welche noch nicht eingebohrt/erstbegangen wurde.

 

Liquid Chalk

Flüssige Form des Magnesiums, welche sich besonders gleichmäßig auf der Haut verteilen lässt.

 

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M

Magnesia

siehe chalk

 

Mantelverschiebung

Verschiebung des Seilmantels relativ zum Seilkern. Durch neue Herstellungsmethoden tritt bei neueren Kletterseilen kaum bis keine Mantelverschiebung mehr ein.

 

Mantle

Bewegungstechnik, welche oft am Ende eines Bouldern benötigt wird um auf die Oberseite eines Boulders zu kommen. Beim “manteln” geht eine Zugbewegung in eine Stützbewegung über.

 

Mastwurf

Fixierknoten für Standplätze, leicht verstellbar

 

Materialschlaufe

Materialschlaufen sind die rechts und links am Klettergurt befindlichen Schlaufen, welche ausschließlich zum Transport von Kletterausrüstung und nicht zur Sicherung benutzt werden dürfen.

 

Mehrseillängenrouten

Lange Routen, für die mehrere Seillängen geklettert werden. Hierzu sind vertiefende Kenntnisse zu Standplatzbau, Knotenkunde etc. nötig.

 

Mono

anderes Wort für Einfingerloch.

 

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N

Nachsteigen

Bei Mehrseillängen benutzte Technik. Der Vorsteiger klettert die Seillänge, baut den Standplatz und sichert dann den Nachsteiger, der nun das Seil von oben kommend nutzt (Toprope).

 

Nähmaschine

Angstbedingtes Zittern der Beine (oft bei ersten Vorstiegsversuchen zu erleben).

 

No hand rest

Eine Rastposition in einer Kletterhalle bei welcher die Hände nicht erforderlich sind und sich daher ausruhen können.

 

Normalhaken

Stahlhaken, welche mit Hämmern in Felsritzen und Löcher geschlagen werden. Beim Sportklettern sind sie mittlerweile beinahe vollständig von Bohr- oder Klebehaken ersetzt.

 

Normsturz

Der Normsturz Teil eines Prüfverfahrens zur Testung der Qualität von Kletterseilen. Das Seil muss bei diesem Versuch mindestens 5 Normstürze halten um auf den Markt gebracht werden zu dürfen.

 

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O

Offene Tür

Im deutschsprachigen Raum gängige Bezeichnung für das Phänomen aufgrund von ungünstiger Körperposition oder mangelnder Körperspannung nach links oder rechts “aus der Wand zu drehen”.

 

offwidth

Ein Riss, welcher “gerade noch kein Kamin” und nach außen V-förmig geöffnet ist. Klettern ist nur durch Spreizen und Stützen möglich.

 

oldschool

engl. für: alte Schule. Oftmals benutzt bei heutzutage als sehr schwer empfundenen, von Kletterern früherer Jahrzehnte jedoch mit einem vergleichsweise geringen Schwierigkeitsgrad bewerteten, Kletterrouten.

 

On sight

Durchstieg einer Route im ersten Versuch ohne die Sicherungskette zu belasten. Die Route ist dem Kletterer dabei völlig unbekannt. Er hat vor dem Durchstieg keinerlei Informationen (durch Beobachten, Befragen etc.) über die Route eingenommen.

 

Outdoor

engl. für: draußen. Klettern an natürlichen Felsformationen.

 

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P

Partnercheck

Ist die gegenseitige Kontrolle von Sicherndem und Kletterer: Es MUSS gecheckt werden ob der Einbindeknoten richtig ist, das Seil korrekt im Sicherungsgerät liegt und der Schraubkarabiner geschlossen ist. Der Partnercheck darf nie vergessen werden!

 

Pfeiler

eine säulenartige, vertikale Felsstruktur

 

piazen, Piaztechnik

Technik bei der man mit den Füßen stemmt und den Armen zieht. Häufig beim Kanten- oder Rissklettern eingesetzt.

 

Pinkpoint

wie Rotpunkt, nur dass die Expressschlingen bereits eingehängt sind. Sehr häufig benutzter Begehungsstil beim Felsklettern.

 

Plaisirklettern

Das Klettern an gut abgesicherten Kletterrouten in einfacher bis mittlerer Schwierigkeitsgrad und mit wenig objektiven Gefahren.

 

Platten

Eine glatte Wandstruktur mit i.d.R. kleinen Griffen und Tritten.

 

Pof

kurz für: Kollophonium, ein Harz, welches statt chalk oft beim bouldern in Fontainebleau benutzt wird.

 

Portaledge

Eine zeltähnliche Liege, welche bei mehrtägigen Begehungen von Bigwalls als Schlafplatz an der Wand genutzt wird.

 

Problem

Synonym für Boulder. Oft auch Boulderproblem genannt.

 

Projekt

Eine Kletterroute bei der einem eine vollständige Begehung ohne Pause noch nicht geglückt ist.

 

Prusikknoten

Ein Klemmknoten, welcher die Sicherheit beim Abseilen erhöhen kann.

 

PSA

Abkürzung für persönliche Schutzausrüstung, eine Bezeichnung für sicherheitsrelevante Produkte (vom Gartenhandschuh bis zum Kletterseil).

 

Psicobloc

Alternative Bezeichnung für Deep Water Solo.

 

Punkten

Eine Kletterroute Rotpunkt klettern.

 

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Q

Querbelastung

Ist meistens auf den Karabiner bezogen. Es kann passieren, dass sich der Karabiner beim Sichern verdreht und somit quer steht. Quer belastet ist der Karabiner nicht so stabil und kann dementsprechend brechen.

 

Quergang

Bedeutet, dass nicht nur nach oben oder unten, sondern auch nach links oder rechts geklettert wird. Das ganze wird auch Traverse genannt.

 

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R

Rack

Ist die Ausrüstung, die beim Klettern am Gurt hängt.

 

Rampe

ist eine steile Wand oder Geländestruktur.

 

Randkluft

Ist die Spalte zwischen einem Schneefeld/Gletscher und dem Fels.

 

Redundanz

Beim Klettern sollte immer Systeme genutzt werden die unabhängig voneinander sind/redundant. Ist Beispielsweise der Umlenker mit zwei Bohrhaken angebracht ist die Wahrscheinlichkeit gering abzustürzen, wenn einer der Bohrhaken aus der Wand bricht, da der ander die Last auffangen kann.

 

Reepschnur

Ist ein vielseitig einsetzbares Seilmaterial das einer Kraft von 4 kN (4 mm) bis 15 kN (8 mm) standhält.

 

Reibungskletterei

Beim Klettern sind keine richtigen Griffe und Tritte vorhanden. Die Hände und/oder Füße halten nur durch drücken auf den Fels. Die Kontaktfläche sollte möglichst groß sein.

 

Reibungsplatte

Eine geneigte Wand, die sehr glatt ist und kaum Griffe und Tritte aufweist. Die Hände und Füße halten durch aufpressen auf den Fels (Reibung).

 

Ringhaken, Ring

Ist eine kleine Öse, die in den Fels gebohrt oder geklebt wird. An dieser Öse hängt parallel zum Fels ein Ring, an dem ein Karabiner angebracht werden kann.

 

Rinne

Von Wasser ausgewaschene Rinnen im Fels.

 

Route

Die Route gibt sozusagen den Verlauf der Kletterstrecke wieder.

 

Routenlesen

Optische und mentale Vorbereitung des Kletterers auf die jeweilige Route.

 

Rotpunkt

Ist ein Begehungsstil beim Freiklettern. Die Route wird im Vorstieg geklettert ohne die Sicherungskette zu belasten. Auch die Expressschlingen oder Klemmkeile werden selbst eingehängt/angebracht. Kurt Albert ist der Erfinder des Rotpunkts. Er begann jede von ihm frei gekletterte Route mit einem roten Punkt am Fels zu markieren.

 

Rücklaufsperre

In Rücklaufsperren kann das Seil nur in eine Richtung bewegt werden, in die andere wird es blockiert.

 

Rückzug

Abseilen, wenn die Kletterroute abgebrochen werden muss.

 

Ruhepunkt

Dort kann sich der Kletterer in der Kletterroute ausruhen ohne die Sicherungskette zu belasten.

 

Runner

Anderes Wort für Expressschlinge.

 

Runout

Ist ein weiter Abstand zwischen zwei Haken/Zwischensicherungen, der ohne weitere Sicherung geklettert wird.

 

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S

Sanierung

Unter Sanierung versteht man jegliche Instandhaltungsmaßnahmen für Kletterrouten, z.B. durch den Austausch alter Sicherungen.

 

Sauschwanz, Schweineohr

Ein offener Umlenkhaken, welcher optisch an den Ringelschwanz eines Schweins erinnert.

 

Scharfes Ende

Das Seilende, an welchem der Vorsteiger klettert.

 

Scharfkantensturz

Bei Scharfkantenstürzen verläuft das Seil bei einem Sturz über eine scharfe Felskante, welcher im schlimmsten Fall das Seil regelrecht durchschneidet. Scharfkantenstürze sind daher die gefährlichsten Stürze beim Sportklettern.

 

Schlüsselstelle

Auch Crux genannt. Die schwierigste Stelle einer Kletterroute. Oftmals haben Routen auch mehrere Schlüsselstellen.

 

Schnapper

Der bewegliche Teil eines Karabiners.

 

Schraubkarabiner

Auch Schrauber genannt. Beim Schraubkarabiner kann der Schnapper zugeschraubt werden um ein versehentliches öffnen zu vermeiden.

 

Schwierigkeitsgrad

Der Schwierigkeitsgrad gibt die von mehreren Kletterern angegebene subjektive Schwierigkeit einer Kletterroute an.  

 

Schwierigkeitsskala

Weltweit existieren zahlreiche verschiedene Schwierigkeitsskalen. In Europa werden vor allem die UIAA-Skala (6- | 6 | 6+ etc.), oder die französische Skala (6a | 6a+ | 6b etc.) benutzt.

 

Seil!

Kommando des Kletternden dafür, dass der Sicherer mehr Seil ausgeben soll, z.B. um eine Zwischensicherung einzuhängen.

 

Seil-Frei!

Kommando des Sicherers wenn er das Seil aus dem Sicherungsgerät genommen hat. Folgt auf das Kommando Stand! des Kletternden bei Mehrseillängen.

 

Seilkommando

Genormte, unmissverständliche Zurufe zwischen Kletterer und Sicherer. Sind andere Seilschaften in Hörweite muss unbedingt der Name des Seilpartners vor dem Kommando gerufen werden um gefährliche Verwechslungen zu vermeiden.

 

Seillänge

Eine Seillänge ist die Distanz zwischen dem Boden und dem Umlenker (Sportklettern) oder zwischen den einzelnen Standplätzen (Mehrseillängen).

 

Seilmittenmarkierung

Markierung in der Mitte eines Kletterseils (in der Regel durch einen schwarzen Strich. Insbesondere beim Abseilen ist es wichtig zu wissen wo sich die Seilmitte befindet.

 

Seilschaft

Die durch ein Seil verbundenen Kletterpartner. In der Regel zwei, bei Mehrseillängen auch 3-4 Seilpartner möglich.

 

Seitgriff

ein Seitgriff ist eine vertikale Felsstruktur welche nur horizontal belastet werden kann. Ofmals wird mit den Beinen ein Gegendruck aufgebaut (Piaz-Technik).

 

Sektor

Ein Teilbereich eines Klettergebiets. Oftmals ein zusammenhängendes Felsmassiv oder ein Bereich in welchem ein bestimmter Kletterstil (z.B. Überhang) besonders häufig vorkommt.

 

Sichern

Die Aktionen des am Boden (oder Standplatz) befindlichen Sichernden. Er kann Seil ausgeben, Seil einholen oder im Falle eines Sturzes das Seil abbremsen. Der Kletternde muss sich zu 100% auf die Fähigkeiten des Sichernden verlassen können.

 

Sicherungsbrille

Auch Prismabrille genannnt. Durch die Spiegelprismen (ähnlich einem Periskop bei U-Booten) kann der Sichernde den Kletterer beobachten ohne am Ende des Tages von Nackenschmerzen geplagt zu werden.

 

Sicherungsgerät

Sicherungsgeräte verstärken die Bremskraft des Sichernden am Seil. Da es viele verschiedene Sicherungsgeräte gibt ist es wichtig, dass der Sichernde die Funktionsweise des von ihm benutzten Gerätes genau kennt und sich beim Gebrauch von neuen Geräten erst einweisen lässt.

 

Sicherungskette

Jedes sicherheitsrelevante Bestandteil beim Klettern. Also Kletterseil, Gurt, Zwischensicherungen am Fels, Sicherungsgerät, Karabiner etc.

 

Sitzstart

Start eines Boulders aus sitzender Position.

 

Sloper

Glatte und abschüssige Felsstrukturen, an welchen man sich nur durch Reibung festhalten kann.

 

Solo

Begehung einer Route ohne Kletterpartner aber mit Selbstabsicherung.

 

Speedklettern

Der möglichst schnelle Durchstieg einer Kletterroute. Es gibt zahlreiche Weltrekorde an Kletterfelsen sowie eine genormte Indoor-Route für offizielle Wettkämpfe (wie die olympischen Spiele).

 

Sportklettern

Klettern mit dem vorrangigen Ziel möglichst schöne, schwere oder abwechslungsreiche Routen mit geringem Risiko an objektiven Gefahren. Im Gegensatz zum Alpinklettern steht hier weniger das Abenteuer sondern der sportliche Aspekt des Kletterns im Vordergrund.

 

spotten

Beim Spotten sorgt der Sichernde dafür, dass der Boulderer bei einem Absprung oder Sturz mit den Füßen auf dem Crashpad landet.

 

Spreiztechnik

Klettertechnik, bei der durch das Verspreizen der Beine (v.A. in Verschneidungen) die notwendige Haltekraft der Hände verringert wird. Wer einen Spagat beherrscht ist hier klar im Vorteil.

 

statisch klettern

Im Gegensatz zum dynamischen Klettern eine deutlich langsamere aber dafür auch kontrollierte Klettertechnik.

 

Stefan Glowacz

Stefan Glowacz (geb. 1965) ist Profikletterer und -Bergsteiger. Bekannt ist er vor allem für seine zahlreichen Wettkampfsiege, Erstbegehungen sowie Kletterexpeditionen in die exotischsten Klettergebiete der Welt.

 

Sturzenergie

Die Energie, welche bei einem Sturz vom Seil aufgenommen werden muss.

 

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T

Tape

Tape (Stoffklebeband) kann dabei helfen Fingerverletzungen vorzubeugen oder auch zu behandeln.

 

Technisches Klettern

Beim Technischen Klettern werden (im Gegensatz zum Freiklettern) Zwischensicherungen zur Fortbewegung mitbenutzt.

 

Tickmark

Markierungen von versteckten Griffen oder Tritten mit Magnesiumstrichen oder Tapestreifen. Nach dem Klettern sollten diese unbedingt wieder entfernt werden um keine Spuren am Fels zu hinterlassen.

 

toehook

Ziehen mit der Oberseite des Vorderfußes an einem Tritt.

 

Tommy Caldwell

Tommy Caldwell (geb. 1978) ist Profi-Kletterer und vor allem bekannt für das Bigwall-Klettern. Zusammen mit Kevin Jorgensen kletterte er 2015  als erster die route Dawn Wall im Yosemite Valley, die schwerste Mehrseillängenroute der Welt.

 

Topo

Kurz für Topographische Kletterführer. In diesen Büchern sind die Klettergebiete, Sektoren und einzelnen Routen (teilweise mit Bild- und weiterem Informationsmaterial) zusammengefasst.

 

Toprope

Klettern einer Route bei der das Seil bereits am Ende der Route umgelenkt wird. Oftmals die sicherste Möglichkeit eine Felswand zu erklettern.

 

Tradclimbing

engl. für Traditionelles Klettern. Das Klettern an Routen ohne eingebohrte Haken nur mit mobilen Sicherungsgeräten. So werden keine Spuren am Felsen hinterlassen.

 

Twistlock

Ein Karabinerverschluss, welcher sich erst nach Drehen in eine bestimmte Richtung öffnen lässt.

 

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U

Überhang

Überhängende Felsstrukturen, welche besonders viel Kraft und Bewegungsverständnis erfordern. Ein waagerechter Überhang wir als Dach bezeichnet.

 

UIAA

Abkürzung für: Union Internationale des Associations d‘Alpinisme

 

Umlenker

Der Umlenker markiert das Ende einer Sportkletterroute. Hier kann man abgelassen werden oder sich abseilen. Der Umlenker sollte nicht überklettert werden um die biologisch sensiblen Felsköpfe darüber zu schonen.

 

Untergriff

Ein Griff, welcher von unten nach oben belastet wird.

 

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V

Verhauer, der/die

…ist die Bezeichnung für die Folgen eines oder mehrerer Orientierungsprobleme beim alpinen Klettern. Unübersichtliches Gelände und fehlende Bohrhakenreihen lassen oft viele Möglickeiten des Weiterkletterns offen, von denen leider einige in Sackgassen enden, sprich: der Weiterweg nicht gangbar ist. Oft sind jedoch auch hier Haken belassen (z.B. als Rückzughilfen), so folgende Seilschaften ein gutes Gespür für den Weiterweg besitzen sollten. Verhauer können wenige Meter, aber auch mehr als eine Seillänge lang sein.

 

Verschlusskarabiner

Bei Verschlusskarabinern kann der Schnapper vor ungewolltem Öffnen gesichert werden (z.B: durch Verschrauben, Twist-Lock oder Ball-Lock).

 

Verschneidung

Bei einer Verschneidung treffen zwei Wände in etwa rechtem Winkel aufeinander. Zum Klettern von Verschneidungen werden vor allem die Techniken des Spreizens und Stützens benötigt.

 

Vorclippen

Das clippen des Seiles am ersten oder zweiten Haken vor dem eigentlichen Kletterversuch. Bietet sich besonders bei hohem ersten Haken, schwierigem Start oder gefährlichem Sturzgelände an.

 

Vorstieg

Im Gegensatz zum Toprope müssen beim Vorstieg die Zwischensicherungen eingehangen werden.  

 

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W

Wandbuch

Eine Art Gipfelbuch am ende einer Kletterroute. Hier kann sich jeder Bezwinger der Route verewigen.

 

Wettkampfklettern

Offizielle nationale und internationale Wettkämpfe werden von der International Federation of Sports Climbing (IFSC) organisiert und finden prinzipiell indoor statt. Geklettert wird in den Disziplinen Lead, Speed und Bouldern. Darüber Hinaus treten beim Paraclimbing körperlich behinderte Athleten im Toprope gegeneinander an.

Neben den offiziellen Wettkämpfen gibt es zahlreiche privat organisierte Wettkämpfe.  

 

Wolfgang Güllich

Der 1960 geborene und 1992 bei einem Autounfall verstorbene Sportkletterer galt zu seiner Zeit als einer der besten in der damals noch jungen Sportart. Mit zahlreichen Erstbegehungen (u.A. Action Directe im Frankenjura) setzte er neue Maßstäbe und prägte durch seine Fachbücher zum Klettertraining und der Erfindung des Campus-Boards das Sportklettern bis heute.

 

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X

Y

Yosemite Valley

Das Yosemite Valley (beziehungsweise der Yosemite Nationalpark in Kalifornien, USA) gilt für viele als das Mekka des Kletterns. Von vielen Bouldern bis zu den 1000 m hohen Bigwalls findet sich hier alles was das Kletterherz begehrt. Weltweit bekannt ist vor allem die Felswand El Capitan.

 

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Z

Zange

Eine Grifftechnik bei der der Griff von Daumen und Fingern wie von einer Zange gehalten wird. Häufig benutzt bei Richtungswechseln oder an Sintern.  

 

Zonengriff

Beim Erreichen des Zonengriff (etwa in der Mitte des Boulders) bekommt ein Boulderer bei Boulderwettkämpfen eine bestimmte Punktzahl. Mehr Punkte gibt es jedoch wenn der Topgriff (am Ende des Boulders) erreicht wird.

 

Zonenregelung

Eine aus der Zusammenarbeit von Kletterverbänden und Umweltschutzbehörden entstandene Regelung zum Klettern in sensiblen Gebieten.

In der Regel wird unterteilt in:

Zone 1:  Klettern und Betreten verboten

Zone 2:  Klettern an bestehenden Routen erlaubt

Zone 3:  Klettern sowie Erschließung neuer Routen erlaubt

 

Zu!

Kommando des Kletterers an den Sichernden um das Sicherungsgerät zu blockieren. In der Regel ist der Kletterer in diesem Fall am Ende seiner Kräfte weshalb ein schnelles Reagieren des Sichernden notwendig ist.

 

Zustieg

der Weg zu einem Klettergebiet / einer Kletterroute.

 

Zwischensicherung

Sicherungen (z.B. Haken, Klemmkeile etc.) welche den Vorsteiger im Falle eines Sturzes vor Verletzungen schützen sollen.

 

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