Reisebericht Kletterurlaub Kroatien

Reisebericht Kletterurlaub Kroatien

Ein Reisebericht von Sina T. über einen Klettertag in der Eifel und einen darauf folgenden Kletterurlaub in Kroatien 2019

Atme! Setz die Füße und jetzt weiter. Komm, du schaffst das!“, höre ich den Klettertrainer meines Vertrauens Inda rufen. Meine Beine zittern als ich clippe. Für einen Moment atme ich durch, dann geht es weiter. Ich clippe erneut und bin plötzlich am Ende meiner allerersten Vorstiegsroute. Unfassbar glücklich und stolz sitze ich in meinem Gurt, drehe mich nach unten und schaue in die grinsenden Gesichter, die fleißig mitgefiebert haben. Dieser Augenblick ist für mich der schönste, von vielen wundervollen Momenten meiner Kroatienreise mit TIMA.

 

Kletterurlaub in Kroatien – Aller Anfang ist schwer

Ziemlich genau zwei Monate vorher saß ich im Auto Richtung Eifel. Mir war übel vor Aufregung und ich hatte keine Ahnung was mich erwartet. Klettererfahrung, bis auf eine Handvoll Stunden in der Boulderhalle und viele Stunden „Reel Rock“, hatte ich keine. Eher zufällig war ich auf die TIMA-Homepage aufmerksam geworden und entdeckte das Angebot für Istrien. Meine Neugier war geweckt. Aber ohne Erfahrung gleich einen einwöchigen Kletterurlaub buchen? Mit Angst vor der Höhe, Angst vorm Fliegen und dann noch alleine mit einer Gruppe Unbekannter reisen? Sicher war ich nur über die Faszination, die das Klettern auf mich ausübte. Aber ich hatte keine Ahnung, ob das genug sein würde, um sich in das Abenteuer Kroatien zu stürzen.

 

Die Vorbereitung

Ich tat also das einzig Vernünftige und buchte einen Klettertag in der Eifel. Eine Art Testlauf – nicht nur für mich – sondern auch für TIMA. Würde ich meine Angst vor der Höhe überwinden können? Könnte mich TIMA im Zweifel von der Wand retten? Bei Ankunft am Fels und mit Blick nach oben, stieg Panik in mir auf. Die Stimme der Vernunft schrie laut: „Da werde ich auf gar keinen Fall hochklettern!“ Wenig beeindruckt von meiner Aufregung und mit viel Ruhe, führten mich aber dann Matthis und Inda Schritt für Schritt an die Wand heran. Sie nahmen sich viel Zeit mir alle wesentlichen Sicherheitsaspekte beizubringen, Knoten zu binden und mich bei meinen ersten – wirklich sehr tollpatschigen – Felskletterversuchen zu unterstützen. Die Sicherheit, die von beiden ausging, sowie der Zuspruch in den Momenten blanker Panik, halfen mir, an diesem Tag an der Wand über mich hinauszuwachsen. Glücklich und erschöpft war mir abends klar, dass ich Kroatien buchen würde.

Vorher buchte ich aber noch ein TIMA-Coaching in der Halle. Nicht, dass das eine nötige Voraussetzung für den Urlaub gewesen wäre, aber für mich – nun endgültig verliebt ins Klettern – wichtig, um einerseits die Wartezeit zu überbrücken und andererseits meine immer noch stark ausgeprägte Höhenangst wenigstens ein bisschen abzubauen. Trotz der guten „Vorbereitung“, saß ich dann doch verunsichert am Flughafen in Düsseldorf bei Whisky und Reiseführer, schwankte zwischen Vorfreude und der Frage, was ich da eigentlich tue und was und wer mich dort erwarten würde. Mit genau diesen gemischten Gefühlen zog ich meinen Koffer durch die letzte Schiebetür am Flughafen in Pula und blickte gleich auf einen lächelnden Matthis und eine herzliche Gruppe. Ab diesem Moment begann eine wirklich wundervolle Woche.

 

Vor Ort in Kroatien

Eine mit viel Liebe zum Detail ausgestattete und äußerst gemütliche Villa im Herzen Istriens, war der Ausgangspunkt unserer täglichen Abenteuer. Mir war klar, dass das Klettern am Fels wohl zu meinen Highlights zählen würde, aber die ausgewählten Spots übertrafen dann doch meine Erwartungen. Jeder für sich wunderschön und besonders. Die Aussicht auf z. B. das Meer oder die beeindruckende Vela Draga, war die Belohnung für die Überwindung meiner Ängste in den Routen. Für die nötige Entspannung nach dem Klettern sorgte das leckere Essen und ein reichlich – nicht nur mit Bier – gefüllter Kühlschrank. Auch die Möglichkeit Massagen oder Yoga-Einheiten zu buchen und die eigens gebaute Sauna steigerten das Wohlbefinden. Zeit für Langeweile kam beim Billard, Brett- und Kartenspielen oder beim Studieren verschiedenster (Kletter-)Lektüren im offenen Sofabereich der Villa definitiv nicht auf.

 

Mein TIMA-Fazit zum Kletterurlaub Kroatien

Alles war wirklich gut organisiert und sehr familiär. Besonders gern denke ich auch an unseren gemütlichen Filmabend zurück, bei dem ich endlich mit einer Gruppe Gleichgesinnter diverse Folgen Reel Rock schauen konnte. In dieser Woche habe ich nicht nur viele schöne Momente erlebt und Neues ausprobiert, sondern auch tolle Menschen kennengelernt. Zu sehen, wie das Klettern eine Gruppe völlig Fremder in kurzer Zeit zusammenwachsen und sich gegenseitig unterstützen lässt, hat mich sehr beeindruckt. Das war definitiv nicht meine letzte Reise mit TIMA.

 

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