Reisebericht Bouldertrip Fontainebleau

Reisebericht Bouldertrip Fontainebleau

Ein Reisebericht geschrieben von Nicole P. über unseren Bouldertrip 2019 nach Fontainebleau :

Meine Winterferien waren vorbei und die Vorfreude auf die nächsten Ferien sollte die Wartezeit dazwischen versüßen. Also wollte ich sofort loslegen mit der Planung. Zwei Wochen Osterferien galt es sinnvoll zu füllen. Aber wie? Und vor allem mit was, mit wem und wo? Fragen über Fragen kamen auf. Ich überlegte und kam zu dem Entschluss, dass es ein aktiver Urlaub mit Momenten der Entspannung, bestenfalls mit Yoga, und natürlich jeder Menge Spaß sein sollte.

Bouldern in Fontainebleau – Die Vorbereitung

Ich setzte mich an meinen Laptop und fing an, die unterschiedlichsten Suchbegriffe wie Kletterurlaub mit Yoga, Mountainbike, Entspannung, Yoga mit Klettertouren, Boulderreise mit Yoga und vieles mehr einzugeben, bis ich irgendwann auf die Seite von TIMA-Travels stieß. Die Bilder haben mich auf der Stelle angesprochen und auch die Beschreibungen der verschiedenen Reiseziele und Urlaubsmöglichkeiten sagten mir sofort zu.

Und das Beste war natürlich, dass eine Woche Bouldern in Frankreich, genauer gesagt in Fontainebleau, nur 50 km von Paris entfernt, inklusive Yogastunden in der von mir verfügbaren Zeit zum Angebot stand. Die Anfrage nach freien Plätzen war schnell geschrieben und nun hoffte ich auf eine positive Rückmeldung. Die Antwort kam sehr schnell und ich freute mich riesig, dass noch genügend Plätze zur Verfügung standen. Ich musste nicht lange überlegen, sagte direkt zu, buchte mein Zugticket und plante auf der Hin- und Rückreise noch einige Stunden in Paris ein. Ferien ihr könnt kommen!!!

Ankunft im TIMA-Bouldercamp

Und dann stand meine Reise kurz bevor und ich bekam doch einen flauen Magen, ob das wirklich die richtige Entscheidung war. Alleine, ohne große Erfahrung im Bouldern am „richtigen“ Fels, mit Menschen, die man nicht kennt und von denen man nichts weiß, einfach mal so eine Woche der kostbaren Ferien verbringen? Aber die Freude überwog dann doch und als ich in Fontainebleau am Bahnhof von Matthis und Inda abgeholt wurde, waren alle Zweifel verschwunden. In der ganzen Woche sollte unser Grüppchen super klein bleiben, wie ich rausfand. Also Exklusivbetreuung für eine Woche – besser geht’s nicht. Am Gîte angekommen begrüßten uns auch die anderen mit einem herzlichen Willkommen und Kathrin (meine Zimmernachbarin) und ich zogen in aller Ruhe in unser kleines gemütliches Häuschen, richteten uns ein und fühlten uns sofort wie zu Hause.

Die Verpflegung

Am ersten Abend wurden wir von Jonas‘ und Indas leckerer Pizzavariation verwöhnt und bekamen danach einen ersten Einblick in den Ablauf der bevorstehenden Woche. Das abendliche Kochen und nette Beisammensitzen wurde zu einer lieben Gewohnheit und war ein wohlverdienter Ausklang für den manchmal anstrengenden und auch aufregenden Tag. Das Essen war immer abwechslungsreich und super lecker, natürlich gemeinsam beschlossen und zubereitet. Jeder brachte seine Ideen ein und so kam es zeitweise zu abenteuerlichen Kreationen wie gerösteten Blumenkohlblättern – die übrigens wirklich sehr lecker waren 😉 .

Also nicht nur beim Bouldern war Kreativität, Flexibilität und Offenheit gefragt, nein, auch beim Essen konnten wir uns austoben. In unseren abendlichen Runden ließen wird den vergangenen Tag Revue passieren und Matthis gab jeweils immer die Tagesplanung für den nächsten Tag zum besten. Besonders lustig waren die verschiedenen Spiele, die wir gemeinsam entdecken durften: Dank Kathrin (Beruf Spieleentwicklerin) waren wir die ersten Spieler, die eins ihrer Spiele ausprobieren durften und wir hatten viel Spaß dabei. Auch bei dem Kartenspiel „Exploding Kittens“ wurde viel gelacht, insbesondere wenn der ein oder andere an seine Bewegungsgrenze gebracht wurde: Vielleicht sollte man das Tragen des Kragens dieses Spiels einmal am Fels ausprobieren 😉

 

Bouldern im Wald von Fontainebleau

„Das Austesten der Grenzen habe ich tagtäglich am Fels erfahren und es war einfach toll!“

Der erste Tag war natürlich aufregend und teilweise etwas mühevoll. Dank der tollen Betreuung des Teams gab es aber kein Aufgeben. Wir wurden Stück für Stück an die verschiedenen Boulderprobleme herangeführt. Da es in Fontainebleau eine Unmenge an Möglichkeiten gibt, gab es immer für jeden eine passende Stelle. Man fand stets einen oder mehrere Partner, die sich mit einem gemeinsam dem Problem stellten. Das erste Mal habe ich erfahren, was es heißt, sich ein Projekt vorzunehmen und daran zu arbeiten. Ich habe einige Projekte in Fontainebleau zurückgelassen, die darauf warten gelöst zu werden und ich freue mich schon jetzt sie irgendwann einmal anzugehen.

Einer der beeindruckendsten Tage war der Tag, an dem wir einen Parcours in Angriff nahmen und auch komplett durchzogen. Zu Beginn stellten sich uns etwas mehr als 30 Boulderprobleme, die wir in einer vorgegebenen Reihenfolge absolvieren sollten. Eine Bedingung war, dass man zwischen den Boulderblöcken den Boden nicht berühren darf – dies lockerten wir allerdings etwas auf, da es teilweise absolut unmöglich war. Diese Challenge hat uns alle gefesselt und konzentriert und eifrig kletterten wir Boulder für Boulder ab. An diesem Tag stellte ich fest, dass das fehlerfreie Durchsteigen einer Route nicht immer das Problem ist. Eine viel größere Herausforderung ist der Ausstieg bzw. der Abstieg danach. Da wurden kleine Felsvorsprünge und Felslücken teilweise zu riesigen tiefen Gräben. Aber wir wuchsen alle über uns hinaus und schafften an diesem Tag unglaubliche Dinge. Es war phantastisch! Dadurch, dass ich jeden Tag so viel Neues lernte und ständig Entscheidungen treffen musste, wie und vor allem ob ich das jetzt mache, war ich unheimlich dankbar für die täglichen Yogastunden mit Magda zur Entspannung und Mental Hygiene.

 

Yoga und Entspannung im TIMA-Camp

Das kleine Gîte am Ende des Grundstücks, das liebevoll zum Yogaraum umfunktioniert wurde, war ein gemütlicher Rückzugsort. Sie war einfach perfekt für Magdas wunderbare Yogaeinheiten. So konnte ich die Anstrengungen und Herausforderungen des Tages inspirierend verarbeiten und neue Kraft und Energie für den nächsten Tag auftanken. DANKE, liebe Magda!

An unserem Ruhetag konnte jeder sich den Dingen widmen, die er gerne machen möchte. Es wurde gefaulenzt, gespielt bis zum Umfallen und die Gegend erkundet. Wir machten eine kleine Wanderung in den Wäldern von Fontainebleau und entdeckten den Boulderwald auf eine ganz andere Weise neu. Wir erglommen kleine Erhebungen und genossen trotz kurzem Regen die wundervolle Aussicht. Wie jeden Tag suchten wir uns zur Mittagszeit ein gemütliches Fleckchen und aßen unser selbstgemachtes Lunchpaket. Es war alles sehr ruhig und entspannt. Ideal um uns am nächsten Tag noch ein letztes Mal an den Boulderblöcken auszutoben.

 

Mein TIMA-Fazit

Auch wenn wir nur einen Bruchteil dieses außergewöhnlichen Bouldergebietes entdecken konnten, haben wir einen ersten unvergleichlichen Eindruck davon bekommen.

Diese Woche Fontainebleau zeigte sich in jeder Hinsicht als rundum gelungen und ich hätte keine bessere Entscheidung treffen können. Ein ganz herzliches Dankeschön an das tolle TIMA-Travels-Team – Ihr seid einfach einmalig!!! Merci beaucoup et à bientôt!

<< Das Angebot für Fontainebleau     |      Die Reisepakete erklärt >>

WhatsApp chat